Wie Mentoring das Glück vermehrt

Zum Weltglückstag am 20. März  – Josefin und Canan

Der Weltglückstag wird am 20. März jeden Jahres gefeiert. Er wurde von den Vereinten Nationen 2012 ins Leben gerufen  und soll daran erinnern, welche Bedeutung Glück und Wohlergehen als Ziel im Leben der Menschen haben. Wie kann ehrenamtliches Engagement zu mehr Glück beitragen? Unser Tandem Josefin und Canan aus Frankfurt ist ein wunderbares Beispiel dafür, dass Glück sich vermehrt, wenn man es teilt.

Bildung und Vertrauen: Josefin begleitet Canan auf ihrem Weg  

Josefin Sindl (36) ist eine von vielen engagierten Mentoren² bei KinderHelden. Ihr Antrieb, sich ehrenamtlich zu engagieren, wurzelt in ihrer eigenen Kindheit: „Ich bin in einem sicheren, liebevollen Zuhause aufgewachsen. Wünsche wurden gehört, Träume ernst genommen. Das ist ein Privileg, das nicht jedem Kind zuteilwird.“ Deshalb möchte sie etwas von ihrem Glück weitergeben und unterstützt als Mentorin die junge Canan seit 2021 auf ihrem Bildungsweg. 

Über eine Freundin wurde Josefin auf das Mentoring-Programm in Frankfurt aufmerksam und entschied sich, selbst aktiv zu werden. Besonders schätzt sie bei KinderHelden die individuelle Förderung und langfristige Begleitung: „KinderHelden bringt Menschen zusammen, die sich unter normalen Umständen nicht kennengelernt hätten. Ich kann mich individuell auf eine Person konzentrieren und langfristige Ziele setzen.“ 

Von der ersten Begegnung zur festen Routine 

Die ersten Treffen mit Canan fanden in ihrer Grundschule statt. Sie begannen mit gemeinsamen Leseübungen und Spielen, um Vertrauen aufzubauen. Mittlerweile treffen sich die beiden regelmäßig freitags, was eine feste Struktur schafft. „Ich frage sie immer, was gut und was schlecht war – so lernen wir uns besser kennen.“ Dabei geht es nicht nur um schulische Unterstützung, sondern auch um persönliche Entwicklung und neue Erfahrungen.   

Ein typisches Treffen findet je nach Jahreszeit im Mehrgenerationenhaus im Gallus, auf einem Spielplatz oder einer Wiese statt. Besonders wichtig ist Josefin die Kombination aus Lernen und Freizeit: „Es wird immer gelesen, egal ob das ihr aktuelles Lesebuch ist oder zum Beispiel die Anleitung für das Zusammenbauen eines Flugdrachens.“ Neben dem Lesen und der Konzentrationsförderung stehen kreative Aktivitäten wie Malen, Basteln oder Kartenspiele auf dem Programm.  

Lernen, Spielen und Werte entdecken

Neben schulischer Förderung legt Josefin einen Fokus auf Wertevermittlung und Meinungsbildung: „Canan stellt mir oft sozial-politische Fragen. Mir ist wichtig, ihr keine Meinung vorzugeben, sondern sie zur eigenen Reflexion anzuregen.“ Ein eindrucksvolles Beispiel dafür war eine Unterhaltung über Wahlplakate: „Während eines Spaziergangs fragte Canan mich angesichts der vielen Wahlplakate: ‚Sind die denn jetzt gut oder nicht?‘ Diese unvoreingenommene Neugier hat mich beeindruckt.“ Josefin erklärte ihr, wofür die Parteien stehen und suchte gemeinsam mit ihr nach konkreten Alltagsbeispielen, um die Konzepte greifbarer zu machen. 

Besondere Erlebnisse und gemeinsame Erinnerungen  

Die gemeinsame Zeit mit Canan hat für beide Seiten viele schöne Erinnerungen geschaffen. Besonders eindrucksvoll sind die Ausflüge: Die jährliche Radtour durch den Frankfurter Grüngürtel ist dabei ein Highlight. „Neben der Bewegung finden wir auf dem Weg meistens noch eine Eisdiele, einen Spielplatz oder etwas anderes zu entdecken. Letztes Jahr waren wir am Goetheturm und haben uns mit Navigationsangaben aus dem Labyrinth gelotst. Das hat sehr viel Spaß gemacht.“ Auch der Besuch im Goethehaus bleibt in Erinnerung: „Canan war in der Grundschule in der Goethe-AG und hat eine Kinderversion von Goethes Faust gelesen. Im Goethehaus konnte sie dann fast die Führung übernehmen.“ 

Mentoring als gegenseitige Bereicherung  

Die Bindung zwischen Josefin und Canan geht über die Mentorenschaft hinaus. Auch zur Familie hat sich ein vertrauensvolles Verhältnis entwickelt. „Mit Canans Mutter stehe ich im engen Austausch, ihre Schwester begleitet uns manchmal bei Unternehmungen und ihr kleiner Bruder ruft aufgeregt meinen Namen, wenn ich zu Besuch komme.“ Besondere Momente sind Einladungen zu Familienveranstaltungen, wie Schulfeste oder Canans Klaviervorspiel. „Für mich ist das ein großer Vertrauensbeweis.“ 

Auch schulisch hat sich Canan weiterentwickelt. Josefin hat beobachtet, dass sich Canans Konzentrationsfähigkeit verbessert hat und sie beim Lesen sicherer geworden ist. „Ich finde es toll, wie gut sie liest und mit wie viel Begeisterung sie Museumsbesuche oder Bastelprojekte angeht.“  

Das Mentoring hat nicht nur Canan, sondern auch Josefin bereichert: „Ich bin immer gespannt auf Canans Sicht auf die Welt. Sie regt mich zum Nachdenken an und öffnet neue Perspektiven.“ Ihre Empfehlung für das Ehrenamt ist daher klar: „Viele kleine Schritte von vielen kleinen und großen Menschen können unsere Welt noch besser machen.“ 

10 Jahre KinderHelden: Mentor² werden und Glück vermehren

Wieso also nicht einen Schritt weiter gehen und selbst zum Mentor² werden?  Denn Glück ist bekanntlich das einzige Gut, das sich vermehrt, wenn man es teilt.

KinderHelden lebt von der Unterstützung engagierter Menschen. Ob als Mentor², Förderer, Kooperationspartner oder durch die Vermittlung wertvoller Kontakte – jede Hilfe zählt. 

Werden Sie Teil unserer Erfolgsgeschichte!  

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